Berlin, 08. März 2005
UN-Deklaration gegen das Klonen ist ein Erfolg für die Menschenwürde
Anläßlich des Votums der UN-Generalversammlung für eine Deklaration gegen das Klonen erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
In der heutigen Abstimmung hat sich die UN-Generalversammlung mit deutlicher Mehrheit für eine weltweite Ächtung des Klonens menschlicher Embryonen ausgesprochen.
Die Weltgemeinschaft verurteilt sowohl das reproduktive Klonen mit dem Ziel der Geburt eines Babys als auch das Klonen zu Forschungszwecken, bei dem der Embryo anschließend getötet wird. Die heute beschlossene Deklaration ist ein Erfolg für die Achtung der Menschenwürde.
Großbritannien hat seine Zustimmung verweigert, weil sich die Deklaration auch gegen das im Vereinigten Königreich erlaubte sogenannte "therapeutische Klonen" zu Forschungszwecken richtet. Mit dieser Position beugt Großbritannien Fehlinterpretationen vor, die in die Deklaration Schlupflöcher für das Forschungsklonen hineindeuten wollen.
Angesichts des heutigen Anti-Klon-Votums der UN-Generalversammlung kann die Bundesregierung nicht an der für 14. März geplanten Verleihung des mit 42.500 EURO aus deutschen Steuergeldern finanzierten Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstädter-Preises an Ian Wilmut festhalten. Wilmut hat nicht nur das Schaf "Dolly" geklont, sondern erst vor vier Wochen eine Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen für Forschungszwecke erhalten. Dies ist in Deutschland eine Straftat und verstößt gemäß dem UN-Beschluss gegen die Menschenwürde. Niemand würde die Preisverleihung aus der Hand eines hochrangigen Vertreters des Gesundheitsministeriums so verstehen, als würden damit ausschließlich Wilmuts Verdienste um das Klonen von Tieren gewürdigt.
