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Berlin, 13.04.2006

Werkstatträte im Gespräch mit CSU/CSU-Fraktion

Anlässlich des Besuchs der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, MdB: Der erste Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte, Werner Weißenbrunn, und drei weitere Vertreter der Organisation haben sich mit Hubert Hüppe, dem behindertenpolitischen Sprecher der Union, getroffen, um die Anliegen der Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) an die Politik heranzutragen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstatträte zu Besuch bei Hubert Hüppe
(von links nach rechts: Christian Wolter, Rika Esser, Hubert Hüppe, Werner Weißenbrunn,
Ilona Wiegand und Andreas Bollmer)
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstatträte zu Besuch bei Hubert Hüppe (von links nach rechts: Christian Wolter, Rika Esser, Hubert Hüppe, Werner Weißenbrunn, Ilona Wiegand und Andreas Bollmer)
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Besonders wichtig ist den rein ehrenamtlich arbeitenden Vertretern die Stärkung der Werkstatträte. Dies könnte durch eine Stärkung der Rechte der Werkstatträte, bessere finanzielle Absicherung und bessere organisatorische Unterstützung und erreicht werden. In einigen Ländern haben sich Landesarbeitsgemeinschaften zusammengeschlossen, in anderen Ländern fehlen diese aber noch völlig. Beispielhaft ist die Vorgehensweise in Baden-Württemberg, wo bereits bei den Pflegesätzen, die zwischen dem Landessozialministerium und den Werkstätten ausgehandelt werden, ein fester Betrag für die Unterstützung der Werkstatträte einkalkuliert wird. Eine bundesweite Regelung existiert dazu noch nicht. Weiterhin wichtig wäre nach Ansicht der Werkstatträte ein verbindliches Anhörungsrecht sowie die Möglichkeit der Fortbildung für Werkstatträte.

In finanzieller Hinsicht belastet sehen sich Werkstattbeschäftigte durch den von Kinderlosen zu zahlenden Zuschlag zur Pflegeversicherung und durch den Abzug des Mittagessensgeldes vom Werkstattlohn. Die Länder verfahren in diesen beiden Punkten unterschiedlich. Im Bundesdurchschnitt verdienen Werkstattbeschäftigte 160 Euro monatlich.

Die Union unterstützt es, dass die Werkstatträte sich politisch einmischen und die Interessen der Werkstattbeschäftigten auch überregional wahrnehmen. Sie sind Experten in eigener Sache, die sich sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene engagieren. Die Anregungen der Vertreter sollen bei der Reform der Pflegeversicherung Eingang finden. Sie haben interessante Denkanstöße für die Weiterentwicklung der Arbeit der Werkstatträte geliefert, die zu gegebener Zeit aufgegriffen werden.

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