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Berlin, 06. Oktober 2006

Welthospiztag - für menschenwürdiges Leben bis zuletzt

Anlässlich des Welthospiztages am 7. Oktober erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, MdB:

Der Welthospiztag richtet unser Augenmerk auf eine Phase des Lebens, in der menschliche Zuwendung und Solidarität besonders gefordert sind. Die Hospizbewegung leistet hier Pionierarbeit.

Die Erwartung, man könne seine letzte Lebensphase bis zuletzt rechtlich regeln, entspricht nicht den Erfahrungen der Praxis. Deshalb ist eine Verrechtlichung des Sterbens durch Patientenverfügungen nicht der richtige Weg. Die Debatte über Patientenverfügungen vermittelt zu oft die Botschaft, es gehe darum festzulegen, was Menschen am Lebensende alles nicht mehr bekommen sollen. In Zeiten zunehmend knapper Kassen können sich Menschen unter Druck fühlen, ihren Wunsch nach angemessener Pflege und Betreuung rechtfertigen zu müssen. Gerade Behinderte und schwer pflegebedürftige Menschen können dadurch gefährdet werden.

Die humanere Fragestellung muss lauten: "Was ist die beste medizinische und pflegerische Unterstützung für Schwerstkranke?". Hierfür ist die Hospizbewegung der richtige Ansprechpartner.

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