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Berlin, 02.11.2006

Hüppe: Schwerbehinderte profitieren nicht von gesunkener Arbeitslosigkeit

Anlässlich der heute von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitslosenzahlen für Oktober erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, MdB:

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist sehr erfreulich. Die Arbeitslosenzahlen sind so niedrig wie seit vier Jahren nicht mehr. Allerdings geht die Arbeitslosigkeit bei schwerbehinderten Menschen nicht zurück, wie man aufgrund des allgemeinen Aufschwungs hoffen könnte.

So ging die Gesamtzahl der Arbeitslosen seit Mai von über 4,5 Millionen in jedem Monat kontinuierlich zurück, bis sie im Oktober den erfreulichen Tiefstand von 4,085 Millionen erreichte. Das entspricht einem Rückgang von einer halben Million.

Leider haben schwerbehinderte Menschen von diese positiven Entwicklung nicht profitiert. So ist die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten von 166.000 im Mai sogar noch auf knapp über 167.000 im Oktober angestiegen.

So erfreulich der Sparwille der Bundesagentur für Arbeit ist, muss man dennoch konstatieren, dass die Rehabilitationsmaßnahmen zugunsten Schwerbehinderter zurückgegangen sind. Die Zahl der durch Rehabilitationsmaßnahmen auf dem Arbeitsmarkt integrierten Schwerbehinderten sinkt, während die Zahl der in den Behindertenwerkstätten Beschäftigten steigt. Es muss daher geprüft werden, ob die Bundesagentur hier nicht an der falschen Stelle spart.

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