Der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen:

 
Hubert Hüppe, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: 030-2277 7708
Telefax: 030-2277 6708

PRESSEERKLÄRUNG

Hubert Hüppe
ab 01.01.2010
Behindertenbeauftragter der Bundesregierung
Tel.: 030-18527-2944
Fax: 030-18527-1871

Berlin, den 16.11.2006

Zentralstelle für Arbeitsvermittlung Schwerbehinderter muss erhalten bleiben

Anlässlich der von der Bundesagentur für Arbeit (BA) geplanten Neuausrichtung bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, MdB:

Große Bedenken bestehen bei der Union gegen die Überlegungen des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, den bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) angesiedelten Bereich für die Vermittlung schwerbehinderter Akademiker zu reduzieren oder gar ganz zu streichen.

Die Bundesagentur für Arbeit verweist darauf, dass die kommunalen Arbeitsagenturen nun auch verstärkt die Vermittlung von schwerbehinderten Menschen übernehmen sollen, wogegen prinzipiell nichts einzuwenden ist. Allerdings muss dabei bedacht werden, dass das mit der Beratung und Vermittlung betraute Personal in den örtlichen Arbeitsagenturen aufgrund fehlender Fachkenntnisse mit der Betreuung von Schwerbehinderten häufig überfordert ist.

Genau diese Kenntnisse über die individuellen Bedürfnisse von schwerbehinderten Menschen sind bei der entsprechenden ZAV-Stelle vorhanden und müssen von den örtlichen Agenturen besser genutzt werden. Anstatt gerade bei der Schwerbehindertenstelle der ZAV Einsparungen vorzunehmen, wäre es erforderlich, ihre Kooperation mit den örtlichen Arbeitsagenturen auszubauen, um die Beratung und Vermittlung schwerbehinderter Menschen schneller und effektiver zu gestalten. Einsparungen bei der Bundesagentur für Arbeit dürfen nicht zu Lasten von behinderten Menschen vorgenommen werden, weil insbesondere schwerbehinderte Menschen weiterhin von hoher Arbeitslosigkeit betroffen sind und nicht von der Entspannung auf dem Arbeitsmarkt profitieren.

Aus diesen Gründen ist es unbedingt erforderlich, den Bereich für die Vermittlung schwerbehinderter Akademiker bei der ZAV in vollem Umfang zu erhalten, um eine gute und auf die individuellen Bedürfnisse bezogene Vermittlung schwerbehinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt sicherzustellen.