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Berlin, 08. Februar 2008

Hüppe: Mehr Barrierefreiheit für Menschen mit sogenannten „geistigen Behinderungen“ in Fernsehen und Radio

Der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe MdB erklärt:

Deutschsprachiges Fernsehen und Radio sind für Menschen mit Behinderungen häufig immer noch nicht barrierefrei. Die Bemühungen der öffentlich-rechtlichen Sender mehr Barrierefreiheit zu schaffen, sind erkennbar. Es wird aber in diesem Zusammenhang viel zu selten oder gar nicht an Menschen mit sogenannten „geistigen Behinderungen“ gedacht.

Viele aus diesem Personenkreis können z. B den Nachrichten inhaltlich nicht folgen, da häufig eine Sprache mit vielen Fremdwörtern benutzt wird und Sachverhalte zu schwierig dargestellt werden.
Es sollte jedoch auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten die Möglichkeit geben, sich ihre Meinung zu politischen und wirtschaftlichen Themen durch Fernseh- und Radiosendungen zu bilden. Das ermöglicht echte Teilhabe.

Um Nachrichten verstehen zu können, ist es für Menschen mit Lernschwierigkeiten notwendig, dass die Nachrichten in der sogenannten „leichten Sprache“ gesendet werden. „Leichte Sprache“ bedeutet, dass keine Fremdworte benutzt werden. Sätze sollten kurz und klar gegliedert sein. Auch Erklärungen komplizierter Sachverhalte sollten erfolgen.

In einem Schreiben an die öffentlich-rechtlichen Sender habe ich die Intendanten gebeten, die Verwendung der „leichten Sprache“ in ihrem Programm zu prüfen. Ein entsprechendes tägliches Sendeformat in „leichter Sprache“ halte ich für geboten.

Ich erwarte, dass die Rundfunkanstalten in Zukunft auf die Belange der Menschen mit Behinderungen mehr Rücksicht nehmen. Auch für viele nichtbehinderte Menschen wäre es für die politische Willensbildung hilfereich, politische Inhalte in „leichter Sprache“ darzustellen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ruft die zahlreichen Privatsender dazu auf, für mehr Barrierefreiheit in ihren Sendungen zu sorgen.

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