Berlin, 23. Mai 2003
Schröder muß Gerhardt aus Ethikrat abberufen!
Mitglied des "Nationalen Ethikrates" beleidigt US-Präsidenten öffentlich
Zur öffentlichen Beschimpfung des US-Präsidenten als "Dumpfbacke aus Texas" durch ein Mitglied des "Nationalen Ethikrates" von Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" Hubert Hüppe MdB:
Volker Gerhardt, Mitglied des handverlesenen "Nationalen Ethikrates" des Bundeskanzlers, hat in der aktuellen "Zeitschrift für Biopolitik" einen Artikel veröffentlicht, worin er "therapeutisches" Klonen und Präimplantationsdiagnostik (PID) befürwortet. Journalisten, die seine Auffassungen nicht teilen, wirft er vor, sich des "guten alten Faschismusvorwurfes" zu bedienen.
Den US-Präsidenten George W. Bush, der sich für ein umfassendes Verbot des Klonens sowohl innerhalb der USA als auch auf UN-Ebene einsetzt, tituliert Gerhardt wörtlich als "Dumpfbacke aus Texas".
Mit dieser Beleidigung unterbietet das Ethikratsmitglied jedes bisher bekannte Niveau der durchaus kontroversen bioethischen Debatte. Insbesondere wird eine solche Verbalattacke eines exponierten Ethikberaters des Bundeskanzlers die anlaufenden Gespräche über eine UN-Konvention zum Verbot des Klonens nachhaltig belasten.
Volker Gerhardt hat sich für eine seriöse Auseinandersetzung über die anstehenden bioethischen Fragen disqualifiziert. Als Mitglied des "Nationalen Ethikrats" ist er untragbar. Ich deshalb in einem Schreiben dem Bundeskanzler dringend nahegelegt, Volker Gerhardt aus dem Ethikrat abzuberufen.