Berlin, 22. September 2003
Keine EU-Finanzierung verbrauchender Embryonenforschung
Anläßlich der heutigen "Orientierungsdebatte" im EU-Ministerrat über die künftige EU-Finanzierung von Forschungsvorhaben, bei denen menschliche Embryonen getötet werden, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" Hubert Hüppe MdB:
Die heutige Orientierungsdebatte ist eine wichtige Wegmarke für den künftigen Kurs der EU im Bereich der Bioethik. Die EU muss zu dem Verständnis finden, dass die gemeinsame europäische Forschungsförderung dort ihre Grenze findet, wo Strafrecht und Verfassungsgrundsätze von Mitgliedsstaaten berührt sind. Die Tötung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken aus EU-Mitteln zu finanzieren - mittelbar auch aus deutschen Steuergeldern - kann keine Gemeinschaftsaufgabe sein. Dies haben 187 Mitglieder des Deutschen Bundestages in einem fraktionsübergreifenden Antrag "Forschungsförderung der Europäischen Union unter Respektierung ethischer und verfassungsmäßiger Prinzipien der Mitgliedsstaaten" (Drs. 15/1310) zum Ausdruck gebracht.
Die Bundesregierung ist aufgefordert, sich nachdrücklich für die deutsche Position und kompromißlos gegen jede Förderung verbrauchender Embryonenforschung einzusetzen.