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Berlin, 13. September 2004

Hüppe: "Menschenwürde ist nicht zeitlich limitiert"

Klon-Empfehlung des "Nationalen Ethikrats" bringt nicht weiter

Zur Stellungnahme des "Nationalen Ethikrates" zum Klonen menschlicher Embryonen erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":

Das Votum des "Nationalen Ethikrats" zum Klonen bringt uns in der Sache nicht weiter. Wer den durch Klonen erzeugten menschlichen Embryo als Grundrechtsträger erkennt, kann nicht nur "gegenwärtig" das Verbot des Forschungsklonens befürworten. Schließlich ist die Menschenwürde nicht zeitlich limitiert. Immerhin hat der "Nationale Ethikrat" erkannt, dass die therapeutischen Versprechungen des Klonens spekulativ sind.

Die Stellungnahme wird den Bundestag nicht zu einer Neupositionierung veranlassen. Vielmehr steht die fraktionsübergreifend gefasste Grundsatzentscheidung des Bundestages vom Februar 2003, die unter Berufung auf die Menschenwürde ein internationales Verbot jeglichen Klonens fordert. Die Bundesregierung ist gut beraten, sich bei den anstehenden UN-Verhandlungen über eine Klonkonvention an dieses Votum des Parlaments zu halten.

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