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Berlin, 18. Januar 2006

Embryonenforschung, Selektion und Klonen:

Bioethik-Kommission Rheinland-Pfalz auf dem Irrweg

Anlässlich des heute veröffentlichten Berichts der Bioethik-Kommission Rheinland-Pfalz zur Embryonenforschung erklärt der für Bioethik zuständige Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hubert Hüppe, stellvertetender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" in der 15. Wahlperiode:

Die Bioethik-Kommission Rheinland-Pfalz ist bereits in der Vergangenheit mit Extrempositionen zu Sterbehilfe oder Embryonenselektion hervorgetreten.

Ihre Empfehlung, die Herstellung menschlicher Embryonen durch Klonen zur Stammzellforschung in Deutschland zuzulassen, ist bizarr. Obwohl Forschergruppen seit Jahren solche Experimente durchführen, ist weltweit noch keine einzige Stammzellinie aus geklonten Embryonen erzeugt worden, und etwaige therapeutische Anwendungen sind reine Spekulation.

Das sogenannte "therapeutische Klonen" ist in den Worten des Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Ernst-Ludwig Winnacker, ein "Irrweg". Klonen bleibt ethisch inakzeptabel, und dies erst recht, wenn es mit dem Ziel geschieht, den Embryo anschließend zu vernichten.

Die rheinland-pfälzische Kommission ist hier der gleichen Wundergläubigkeit erlegen, die den Starkult um den Koreaner Hwang ermöglicht hatte, bis er als Scharlatan entlarvt wurde.

Die Bioethik-Kommission Rheinland-Pfalz erweist sich als PR-Instrument eines umtriebigen FDP-Landesministers, deren Empfehlungen der Bundestag als zuständiger Gesetzgeber nicht umsetzen wird.

Vielmehr werden wir den von Forschungministerin Schavan eingeschlagenen Weg der Forschung mit ethisch unbedenklichen adulten Stammzellen gehen, die therapeutischen Nutzen bereits heute besitzen.

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