Berlin, 27. Januar 2006
Bundespräsident Johannes Rau hat Bioethikdebatte Orientierung gegeben
Anlässlich des Todes von Jahannes Rau erklärt der für Bioethik zuständige Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hubert Hüppe, stellvertetender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" in der 15. Wahlperiode:
Der verstorbene Bundespräsident hat sich bleibende Verdienste um die bioethische Kultur in Deutschland erworben.
Mit seiner Berliner Rede im Mai 2001 hat Johannes Rau auch heute noch drängende Fragen der Bio- und Gentechnologie angesprochen.
Johannes Rau hatte den Mut, nicht nur die allgemeine Forderung nach einer breiten interdisziplinären Debatte zu erheben. Vielmehr hat er sich nicht gescheut, seine eigene ethische Haltung zu bekennen und zu begründen. So sprach er im Zusammenhang mit Präimplantationsdiagnostik von biologischer Selektion.
Seine Absage an die Ökonomisierung des Menschen und sein klares Bekenntnis zu Menschenwürde und Lebensrecht von Anfang bis zum Ende sind eine bleibende Orientierung.
