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Berlin, 16. Juli 2007

Letztes Ethikrats-Votum nicht hilfreich

Anlässlich der erneuten Stellungnahme des "Nationalen Ethikrats" zur Stammzellforschung erklärt der Gesundheitspolitiker Hubert Hüppe MdB, Berichterstatter für Bioethik und Gentechnik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit und in der 14. und 15. Wahlperiode stv. Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":

Der Mehrheitsvorschlag des auslaufenden "Nationalen Ethikrats", den Stichtag im Stammzellgesetz völlig zu streichen, ist keine Überraschung. Angesichts der Zusammensetzung des noch von Gerhard Schröder berufenen Gremiums war keine andere Mehrheit zu erwarten.

Die Forderung, den Import embryonaler Stammzellen aus getöteten menschlichen Embryonen nicht nur zur Forschung, sondern auch zur Therapie zuzulassen, ist realitätsfern. Denn mit menschlichen embryonalen Stammzellen gibt es weder Therapien noch klinische Studien.

Embryonale Stammzellen bergen ein horrendes Tumorrisiko, das viele Tierversuche scheitern ließ. Aus embryonalen Stammzellen kann kein immunverträgliches Ersatzgewebe gezüchtet werden. Auch das sogenannte "therapeutische Klonen" konnte im Tierversuch nie erfolgreich nachgewiesen werden, sogar Zellen aus geklonten Embryonen wurden abgestoßen.

Würde der Gesetzgeber dem Mehrheitsvotum des "Nationalen Ethikrats" folgen und die Stichtagsregelung abschaffen, so würden nicht nur mehr embryonale Stammzellen importiert, sondern es würde auch gefordert, dass dies durch öffentliche Mittel zu finanzieren sei.

Patienten, die auf neue Therapien hoffen, ist mit der Mehrheitsposition des "Nationalen Ethikrats" nicht geholfen.

Ethisch unproblematische adulte Stammzellen werden seit Jahrzehnten in der Therapie eingesetzt und in zahlreichen klinischen Studien am Menschen erprobt. Es werden sowohl patienteneigene als auch gespendete adulte Stammzellen transplantiert. Auch patieneneigene, im Körper vorhandene Stammzellen werden durch Medikamente stimuliert. Stammzellen aus Nabelschnurblut werden seit Jahren zur Therapie und in klinischen Studien eingesetzt.

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