Berlin, 07. September 2007
Mensch-Tier-Embryonen zu Forschungszwecken legalisiert
Anlässlich der Erklärung des HFEA, menschliche Embryonen in Eizellen von Tieren zu entwickeln, erklärt Hubert Hüppe, MdB, Berichterstatter für Bioethik und Gentechnik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit und in der 14. und 15. Wahlperiode stv. Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Die in Großbritannien zuständige Behörde für Embryonenforschung will offensichtlich geklonte Mensch-Tier-Embryonen lizenzieren. Die Herstellung dieser sogenannten Chimären ist ethisch nicht hinnehmbar und daher abzulehnen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Chimäre-Klonembryonen die überleben würden, ist darüber hinaus höchst fragwürdig. Es ist zu erwarten, dass die Experimente mit den Mensch-Tier-Klonen sich wissenschaftlich wie therapeutisch als wertlos erweisen werden.
Die jüngste englische Entwicklung zeigt, dass die Aufweichung ethischer Grundsätze – wie die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen - auf eine schiefe Ebene führt. Wer in Deutschland diese ethischen Hürden senken will, muss sich bewusst sein, dass bald auch hier erlaubt sein wird, was im Ausland bereits an menschenverachtenden Versuchen möglich ist.
