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Berlin, 20. November 2007
Kein weiterer Stammzell-Import!
Stammzellen aus reprogrammierten menschlichen Hautzellen machen embryonale Stammzellen überflüssig
Anlässlich des heute bekannt gewordenen Nachweises der "Reprogrammierung" menschlicher Hautzellen zu "embryonalen" Stammzellen in den Fachzeitschriften "Science" und "Cell" erklärt der CDU-Bundestags-Abgeordnete und für Bioethik zuständige Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe, MdB:
Der senationelle Durchbruch von Yamanaka und Thomson wird die deutsche Stammzelldebatte nachhaltig beeinflussen.
Das neue Verfahren stellt der Forschung alternative menschliche Stammzellen ("iPS") zur Verfügung, die sich verhalten wie die bisherigen embryonale Stammzellen. Zu ihrer Gewinnung ist jedoch die Tötung menschlicher Embryonen nicht mehr erforderlich. Grundlagenforschung kann sogar mit patientenspezifischen pluripotenten "iPS"-Stammzellen stattfinden.
Die DFG ist aufgefordert, die Finanzierung von Projekten mit menschlichen embryonalen Stammzellen einzufrieren.
Die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen hat sich als Sackgasse erwiesen. Sie ist ethisch problematisch und therapeutisch enttäuschend.
Eine Änderung oder Abschafffung des Stichtages im Stammzellgesetz wird nun keine Mehrheit mehr finden.
Die DFG sollte zügig eine aktuelle Stellungnahme zur Stammzellforschung vorlegen, die die wissenschaftlichen Erkenntnissse der letzten 15 Monate aufgreift.
Bereits am Wochenende hatte sich der Klon-Pionier Professor Ian Wilmut vom "therapeutischen Klonen" und embryonalen Stammzellen losgesagt, um künftig mit der ethisch unproblematischen "Umprogrammierung" von Hautzellen zu pluripotenten Stammzellen zu arbeiten. Wilmut hatte seine Entscheidung nicht ethisch begründet, vielmehr halte er das Yamanaka-Verfahren aus wissenschaftlichen Gründen für wesentlich aussichtsreicher. Wilmut, der das Schaf "Dolly" geklont hatte, ist Inhaber einer britischen Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen, von der er nun keinen Gebrauch mehr machen will.
