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Berlin, 26. September 2008

Stammzellforschung:

Weiterer Fortschritt bei der ethisch unbedenklichen Reprogrammierung erwachsener Zellen

Anlässlich des heute in der Fachzeitschrift "Science" veröffentlichten Fortschritts bei der Reprogrammierung erwachsener Zellen zu iPS-Zellen erklärt der CDU-Bundestags-Abgeordnete und für Bioethik zuständige Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe, MdB:

Die ethisch unbedenkliche Reprogrammierung erwachsener Zellen nach dem von Yamanaka 2006 erstmals vorgestellten Verfahren hat eine weitere Hürde genommen: In USA tätige Forscher - von denen einer durch ein Schering-Stipendium, ein weiterer von der Mildred Scheel-Stiftung gefördert wird - konnten im Tierversuch zeigen, dass die Reprogrammierung auch mit einem harmlosen Virus geht, der sich nicht in das Genom der Zellen integriert.

Der Forschung stehen damit möglicherweise schon bald auch menschliche, patientenspezifische pluripotente Zellen zur Verfügung, die embryonalen Stammzellen auch auf molekularer Ebene ununterscheidbar ähneln.

Allerdings sind therapeutische Hoffnungen an die neuen Zellen unbegründet. Denn gerade weil iPS-Zellen den embryonalen Stammzellen derart ähnlich sind, ist mit ihnen auch das gefürchtete Tumorrisiko embryonaler Stammzellen verbunden - der wichtigste Grund dafür, dass es weltweit keine Studie am Menschen mit embryonalen Stammzellen gibt.

Während iPS-Zellen Fortschritte und Schlagzeilen machen, ist es um die in der Vergangenheit als absolut unverzichtbar bezeichnete Forschung mit embryonalen Stammzellen ruhig geworden:

Seit der Bundestag im April 2008 beschlossen hat, den Stichtag des Stammzellgesetzes zu verschieben, ist noch keine einzige der jetzt zugänglichen neueren Stammzelllinien importiert worden, obwohl gegenüber Öffentlichkeit und Politik der Eindruck erweckt worden war, neue Stammzellinien seien dringend erforderlich.

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