Berlin, 03. Februar 2009
Neue Studie: Tier-Mensch-Klonembryonen wissenschaftlich sinnlos
Anlässlich der in "Cloning and Stem Cells" veröffentlichten Fehlschläge des Interspezies-Klonens erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, Berichterstatter für Bioethik und Gentechnik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit und in der 14. und 15. Wahlperiode stv. Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Die neue Studie zeigt, dass tierische Eizellen sich nicht zur Reprogrammierung menschlicher Zellkerne eignen. Das belegt erneut die biologische Fragwürdigkeit des ethisch inakzeptablen "cybrid"- Konzepts.
Offenbar ist es von der Natur nicht vorgesehen, dass durch Klonen nach dem "Dolly-Verfahren" mit Eizellen von Kühen, Hasen oder Mäusen sowie menschlichen Zellkernen entwicklungsfähige Hybride entstehen.
Das Klonen von Mensch-Tier-Embryonen, so genannten "cybrids", verletzt gleichzeitig mehrere ethische Grenzen. Die cybrids-Experimente überschreiten die Gattungs-Grenzen zwischen Mensch und Tier. Zudem sollten die so erzeugten Embryonen eigens für den Zweck hergestellt werden, sie später für die Stammzellgewinnung zu töten.
Weltweit ist es nie gelungen, aus mit menschlichen Eizellen hergestellten Klonembryonen embryonale Stammzellen zu gewinnen ("therapeutisches Klonen"). Behauptungen des Koreaners Woo-suk Hwang 2004 und 2005 hatten sich als einer der spektakulärsten Fälle von Forschungsbetrug erwiesen.
(Die Studie ist im Internet zugänglich: http://www.liebertonline.com/doi/pdfplus/10.1089/clo.2009.0004)
