CDU-Ortsunion Ergste auf Einladung von Hubert Hüppe in Berlin

Berlin. Fünf ereignisreiche Tage in der Bundeshauptstadt Berlin liegen hinter den 39 Besuchern aus Ergste und Umgebung. Auf Einladung des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe besuchte die Gruppe auch den Bundestag.

Zunächst folgten die politisch Interessierten, die teilweise auch Mitglied in der CDU-Ortsunion Ergste sind, der Plenumsdebatte zum Dritten Pflegestärkungsgesetz. Von den Besuchertribünen konnten sie dem Gesundheitspolitiker über die Schulter schauen, bevor sie ihn zu einer persönlichen Gesprächsrunde trafen. Hüppe leitete mit einem kurzen Überblick über seinen Werdegang sowie zu seinen Arbeitsschwerpunkten in der Gesundheits- und Behindertenpolitik in die Diskussion ein. Danach beantwortete er zahlreiche Fragen beispielsweise zum Bundesteilhabegesetz, das kurz zuvor am selben Tag verabschiedet wurde, und zum Einfluss von Lobbyismus auf die Politik.

„Ich hatte mir von einem neuen Bundesteilhabgesetz ehrlich gesagt mehr versprochen. Insbesondere hat dieses Gesetz an den bestehenden und festgefahrenen Strukturen so gut wie nichts geändert. Alle klagen über die steigenden Kosten der Eingliederungshilfe, aber über die eigentlichen Ursachen spricht niemand: über 80 Prozent der Mittel gehen an Einrichtungen und nicht an die Menschen mit Behinderung direkt“, erklärte Hüppe.

Offen und kritisch antwortete Hüppe auch auf die Frage des Einflusses von Lobbygruppen. Gerade in der Gesundheitspolitik gebe es viele Gruppen, die versuchen, Einfluss zu nehmen. „Grundsätzlich ist das auch in Ordnung“, so Hüppe weiter, „Politik darf nur nicht käuflich sein. Mir ist das ein wichtiges Anliegen. Deshalb habe ich auch kein Einkommen aus anderen Tätigkeiten als der Arbeit im Bundestag.“

Nach der Gesprächsrunde nahm sich der Abgeordnete noch die Zeit, die Gruppe durch den Reichstag zu führen. Neben den Erklärungen zu Architektur und verschiedenen Kunstwerken bot sich auch noch die Gelegenheit, weitere Fragen zu Hüppes täglicher Arbeit zu stellen.

Hüppe lobte die Arbeit des Vorsitzenden der CDU-Ortsunion Ergste, Hans-Georg Rehage. Unter ihm habe sich die Ortsunion gut entwickelt. „Trotz des vollen Terminkalenders habe ich mir gerne die Zeit für die Gruppe genommen, weil ich weiß, wie aktiv sie ist und welches Engagement von ihr ausgeht“, so Hüppe.

Während des fünftägigen Aufenthaltes in der Bundeshauptstadt besuchte die Ortsunion Ergste neben dem Bundestag ebenfalls das Verteidigungsministerium, das Ehrenmal der Bundeswehr sowie die Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Auch das Thema deutsche Teilung stand auf dem Programm. Dazu besuchte die Gruppe die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße sowie die Ausstellung im Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße.

Die Gäste zeigten sich trotz des straffen Zeitplans begeistert von der Fahrt und den vielseitigen Programmpunkten. „Wir haben viele tolle Einblicke bekommen. Aber es gibt noch viel zu sehen, deshalb wäre ich bei einer nächsten Fahrt nach Berlin auch wieder dabei,“ so ein CDU-Mitglied abschließend.