Hüppe MdB wendet sich gegen belgische Gefangenen-Euthanasie Schreiben an belgischen Premierminister Charles Michel

Anlässlich des Bekanntwerdens des Euthanasie-Datums für den belgischen Sexualstraftäter Van Den Bleeken erklärt der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (CDU):

Die für den kommenden Sonntag, 11. Januar 2015, geplante Euthanasie an einem körperlich gesunden, aber psychisch leidenden Gefangenen ist ein weiterer Schritt auf der schiefen Ebene.

In einem Schreiben an den belgischen Premierminister Charles Michel habe ich meine Bestürzung zum Ausdruck gebracht und eindringlich um Revision der getroffenen Entscheidung gebeten.

Der Strafgefangene Frank Van Den Bleeken soll seinem Wunsch entsprechend durch eine Giftspritze getötet werden, obwohl er früher von Euthanasiebefürwortern beschworene Kriterien wie das Vorliegen einer unumkehrbaren tödlichen Erkrankung nicht erfüllt.

Sein psychisches Leiden könnte laut Presseberichten behandelt werden, allerdings könne eine angemessene psychologische Behandlung im Gefängnis nicht gewährleistet werden.

Der Fall zeigt die Gefahr einer stetigen Aufweichung der Grenzen, nachdem Belgien erst vor 11 Monaten Sterbehilfe für Kinder legalisiert hatte. Dies lässt die Befürchtung aufkommen, dass künftig auch außerhalb von Gefängnissen Menschen die Tötung auf Verlangen als Alternative zu Therapie angeboten werden könnte.

Mit Van Den Bleeken würde ein körperlich gesunder, für den es möglicherweise wirksame psychotherapeutische Optionen gibt, getötet. Dies ist kein humanitärer Fortschritt, sondern eine weitere Erosion der Achtung vor dem Leben.