Unna, 18. August 2008
„Pflege hautnah“
Hubert Hüppe MdB macht Pflegetour von Bergkamen bis Fröndenberg
Nach seinem Pflegepraktikum bei den Bergkamener Pflegedienst „Die Pflegeprofis“ sagte Hubert Hüppe MdB zu seinen Gründen, solch ein Praktikum zu absolvieren: „Für mich ist es immer wieder wichtig, solche Praktika zu machen. Denn zu mir kommen fast ausschließlich im Gesundheitsbereich nur die Interessenvertreter, aber nie die, um die es wirklich geht, die Betroffenen“.
Um 08.35 Uhr trat der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe bei den „Pflegeprofis“ seinen Dienst an. Schwester Kerstin begrüßte ihn, befand seine Kleidung pflegetauglich und gab eine kurze Einweisung in die ambulante Pflege und schon ging es auf die Pflege-Tour.
Eine 94-jährige Seniorin in Bergkamen war die erste Station für den „Praktikanten“. Freundlich und locker wurde der Bundespolitiker von der Dame begrüßt und unter Anleitung von Schwester Kerstin machte sich Hubert Hüppe MdB daran, der alten Dame einen fachgerechten Fußverband anzulegen.
„Für die meisten Patienten“, so erklärte Schwester Kerstin, „ist es nicht nur wichtig pflegerische Hilfe zu bekommen, sondern dass sie Besuch haben und plaudern können“.
Das nahm Hubert Hüppe MdB gleich zum Anlass, auch noch das Frühstück zuzubereiten, sich hinzusetzen und mit der 94-jährigen von alten Zeiten zu plaudern.
Alle waren mit den Arbeiten des „Praktikanten Hüppe“ zufrieden.
Allerdings ist es auch nicht sein erstes Praktikum. Hüppe macht regelmäßig Praktika in Krankenhäusern und bei Pflegediensten.
Als Mitglied des Gesundheitsausschusses und Behindertenbeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist Gesundheit und Pflege sein Hauptthema.
Auf seiner weiteren Tour führte Hubert Hüppe MdB gemeinsam mit Schwester Kerstin in Bönen bei einem an Staublunge leidenden Bergmann, in dessen Haus eine „Qualitätssicherung „ durch. Der Rentner wird 24 Stunden am Tag künstlich beatmet und jede kleine Anstrengung ist eine große Belastung. Mit Schwester Kerstin vom Pflegedienst wurden nun die eingesetzten Hilfsmittel überprüft und ob sie auch den Ansprüchen des Patienten genügen, aber auch, ob für die notwendige Pflege in ausreichendem Maße gesorgt wird.
„Wichtig für uns ist aber auch“, erklärte Schwester Kerstin, „dass die Menschen nicht nur glauben, wir kämen um zu kontrollieren, sondern wir geben Hilfestellung und Tipps zur Verbesserung der Pflege oder, ob weitere Maßnahmen besser helfen können“.
Zum Abschluss dieser interessanten Tour besuchte Hubert Hüppe MdB mit dem Pflegeteam der „Pflegeprofis“ das Neuapostolische Pflegezentrum in Fröndenberg/Ruhr.
In dieser Einrichtung leben Pflegebedürftige aller Pflegestufen mit den gesunden Bewohnern gemeinsam zusammen. „Dies gibt allen Bewohnern das Gefühl, in einer großen Familie zu leben“, erklärte der Heimleiter Bernd Heinrich dem Bundespolitiker Hüppe, CDU.
Mit lokalen Politikern der CDU wurde der Gast aus Berlin unterstützt von der Pflegedienstleitung Frau Antje Gimmini und dem Geschäftsführer der Einrichtung, Herr Heinrich Magney von dem Heimleiter durch das Haus geführt.
Besonders stolz wurde die „gute Stube“ vorgeführt, in dem Demenzkranke sich auf Grund der besonderen Einrichtung wohl fühlen sollen.
Im abschließenden Gespräch mit dem Pflegedienst erklärte Hubert Hüppe MdB , dass er dankbar sei, einen Tag lang begleiten zu dürfen und Sorgen und Nöte der betroffenen vor Ort zu erfahren.
„Aber es kommen noch weitere wichtige Aufgaben auf die Pflegedienste zu“, fügte der heimische Bundestagsabgeordnete Hüppe an, „denn die ambulante Palliativbetreuung, vor einem Jahr beschlossen, ist nun durch den Abschluss von Rahmenverträgen mit den Krankenkassen umgesetzt“. Damit werde es möglich, zu Hause sterben zu können und nicht nur in Krankenhäusern, was die Wenigsten wollen. Damit diese ambulante Palliativbetreuung im Kreis Unna schnell umgesetzt werde, dafür wolle er sich stark machen, so Hüppe.
