Unna, 02. April 2009
Hubert Hüppe bei MIT Bergkamen
60 Mittelständler diskutierten im „Skippertreff“ in der „Marina“ das Thema: „Finanzierung ohne Banken.“
Bergkamen: „Diese Veranstaltung kommt genau zur richtigen Zeit,“ freute sich der heimische Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe über die Einladung von Annette Adams, Vorsitzende der MIT Bergkamen, „denn in der jetzigen Finanzkrise sind gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen für jede Information dankbar, wie sie weiterhin Kredite zur Aufrechtherhaltung ihrer Betriebe bekommen können.“
Dazu hatte die MIT Bergkamen mit der Bothe Steuerberatungsgesellschaft mbH und der ETL Unternehmensberatung fachkundige Unternehmen eingeladen, damit sie ihr Konzept der „Finanzierung ohne Banken“ vorstellen.
Die 60 Gäste verfolgten gespannt die Ausführungen der Unternehmensberater, die an Hand einer virtuellen Firma namens „Max Murks“ einmal die gesamte Bandbreite einer konventionellen Kreditaufnahme und einer Kreditaufnahme ohne Banken mit den Gästen durchspielte.
Großen Raum nahm dabei das sogenannte „Mezzanine Kapital“ ein, das den Anwesenden genau erklärt werden musste. Mezzanine ist der Oberbegriff für Finanzierungsformen, welche zwischen Eigenkapital und Fremdkapital stehen, sowohl finanzierungstechnisch als auch rechtlich. Nimmt ein Unternehmen solches Kapital auf, bedeutet dies: frische Liquidität, erhöhte Eigenkapitalquote, es bindet keine Sicherheiten, ist langfristig verfügbar, flexibel in der Ausgestaltung und im Kündigungsrecht. Mezzaninegeldgeber sind die ETL-Gruppe und zwei Sparkassen.
Eine zweite Möglichkeit, ohne Banken an frisches Kapital zu kommen, ist die „Factoring Finanzierung“. Frank Ryl und Herbert Prigge von der ETL-Unternehmensberatung schilderte den ZuhörerInnen eindrucksvoll, dass Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland den Lieferanten pro Jahr 300 Milliarden Euro schulden und das Zahlungsziel von 30 Tagen in der Regel erst nach 46 Tagen erfüllt wird. Dies zeigt deutlich, dass Liquiditätsengpässe bei den Unternehmen existieren, die nicht selten Existenz bedrohend sind. Hier kann die „Factoring Finanzierung“ helfen.
„Factoring“ heißt: fortlaufender Ankauf von Geldforderungen aus Waren- und Dienstleistungsgeschäften, dabei Entlastung von Forderungsbuchhaltung, Zinsersparnis und weiterhin die Möglichkeit der Skontoziehung. Dieser Full Service bedeutet für ein Unternehmen Liquidität und damit auch Sicherheit.
Kurz gestreift wurde auch die Kapitalbeschaffung durch Investitionszuschüsse, die herstellende Unternehmen bei neu einzurichtenden Arbeitsplätzen aus Fördermitteln erhalten können.
„Rundum eine gelungene Veranstaltung,“ zogen Hubert Hüppe MdB und die MIT Vorsitzende Annette Adams ein erstes Resümee, „zeigt es doch den Betrieben Möglichkeiten auf, ohne Banken an frisches Kapital zur Weiterführung ihrer Betriebe zu kommen und damit auch Sicherheit für die Arbeitsplätze zu schaffen.“

