Unna, 31. August 2009
Unterstützte Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen geht am Kreis Unna vorbei – Bundestagsabgeordneter Hubert Hüppe fordert mehr Engagement von zuständigen Arbeitsagenturen
Im Kreis Unna ist der Zulauf zu Werkstätten für behinderte Menschen ungebrochen, wie der heimische Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe auf der Fachtagung „Integrationsunternehmen im Kreis Unna“ in der letzten Woche in Holzwickede erfuhr. Eine Vielzahl von Interessenten könne überhaupt nicht mehr berücksichtigt werden, wie Anwesende auf der Fachtagung schilderten. „In dieser für die betroffenen Menschen mit Behinderungen schwierigen Situation müssen die zuständigen Behörden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Abhilfe zu schaffen“, fordert der CDU-Kreisvorsitzende Hubert Hüppe. Hierzu gehöre auch, Alternativen zu Werkstattplätzen zu fördern. Der heimische Bundestagsabgeordnete weist darauf hin, dass es seit diesem Jahr die sogenannte „Unterstützte Beschäftigung“ gibt. Für diese neue Maßnahme habe er sich als Behindertenbeauftragter seiner Fraktion in Berlin persönlich vehement eingesetzt. Mit der Unterstützten Beschäftigung werden Menschen mit Behinderungen, die vor der Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen stehen, in einen „regulären“ Betrieb eingegliedert. Die Menschen werden an einem konkreten Arbeitsplatz qualifiziert und begleitet. Verantwortlich sei hierfür die Arbeitsagentur. „Diese Verantwortung nehmen die für den Kreis Unna zuständigen Arbeitsagenturen in Hamm und Dortmund aber nur halbherzig wahr“, stellt Hubert Hüppe verärgert fest. Die Arbeitsagenturen Hamm und Dortmund schöpften gerade einmal die Mindestzahl von jeweils fünf Plätzen für die neue Maßnahme aus, gibt Hubert Hüppe die Berichte der beiden Agenturvertreter auf der Fachtagung wieder. „Im Kreis Unna gibt es laut der Agenturvertreter aus Hamm und Dortmund nicht einen Menschen mit Behinderung, der mit ‚Unterstützter Beschäftigung’ gefördert wird, das ist schlicht ein Unding“, so der CDU-Kreisvorsitzende weiter. Hubert Hüppe wird deshalb die beiden zuständigen Arbeitsagenturen anschreiben: „Ich fordere die Arbeitsagenturen auf, für Menschen mit Behinderungen im Kreis Unna mehr Engagement in Sachen Unterstützter Beschäftigung zu zeigen“
