Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

Heute Morgen habe ich an der Bundesvorstandssitzung der CDU Deutschlands in Berlin teilgenommen. Die Stimmung war nach der schweren Wahlniederlage in Sachsen-Anhalt natürlich gedrückt. Dennoch gab es viel Anerkennung für Sven Schulze, der es im Wahlkampf nicht leicht hatte.

Klar ist: Die CDU hat in Sachsen-Anhalt keinen Regierungsauftrag. Wir müssen uns darauf einstellen, dass dort eine Regierung unter Beteiligung rechtsgerichteter Kräfte entsteht. Für mich steht aber ebenso klar fest: Eine Zusammenarbeit mit radikalen und extremistischen Kräften – weder von rechts noch von links – kommt für die CDU nicht infrage.

Ich habe in der Sitzung in meiner Wortmeldung deutlich gemacht, dass wir jetzt nicht den Mut zu notwendigen Reformen verlieren dürfen. Die Menschen haben uns nicht abgewählt, weil wir zu viel verändert hätten, sondern weil wir zu wenig erreicht haben. Deshalb müssen wir handeln und dürfen notwendige Entscheidungen nicht weiter verschieben oder zerreden.

Gerade für die ältere Generation geht es um viel: um die Zukunft unserer sozialen Sicherungssysteme, um Verlässlichkeit und um das Vertrauen in die demokratischen Parteien. Wenn wir notwendige Reformen aus Angst vor schwierigen Entscheidungen aufschieben, gefährden wir nicht nur die Zukunft unseres Sozialstaates, sondern letztlich auch das Vertrauen in unsere Demokratie.

Berlin, 7.9.2026

Hubert Hüppe
Bundesvorsitzender der Senioren-Union der CDU Deutschlands

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